FDM - Fasziendistorsionsmodell

Das Fasziendistorsionsmodell (FDM) und die Typaldos-Methode ist eine medizinische Sichtweise, welche die Ursache für körperliche Beschwerden und Funktionseinschränkungen auf eine oder mehrere von sechs typischen Verformungen der menschlichen Faszien zurückführt. Werden diese Fasziendistorsionen korrigiert, können Schmerzen und Bewegungseinschränkungen effektiv, messbar und nachvollziehbar behandelt werden.

 

Die FDM-Diagnostik basiert auf vier Säulen und führt zu einer eigenständigen FDM-Diagnose. Einen besonderen Stellenwert nimmt dabei die Interpretation der Schmerzgestik des Patienten ein. Durch eine spezielle Deutung können intuitive Gesten entschlüsselt werden und geben direkte Hinweise auf Faszienverformungen. Eine umfassende Anamnese und Untersuchung ergänzen den FDM-Befund.

Das FDM kann in verschiedenen medizinischen Gebieten angewendet werden. Es revolutioniert die diagnostischen Möglichkeiten des Arztes oder Therapeuten und ermöglicht die Behandlung von Patienten mit verschiedensten medizinischen Diagnosen.

Aktuell wird der FDM-Ansatz bei Beschwerden am Bewegungsapparat und zur Schmerztherapie angewendet. 

In einer Behandlung nach dem Fasziendistorsionsmodell (FDM) wird der Patient gefragt, wie er die Beschwerden empfindet, wo und wann sie auftreten und wie sie entstanden sind.

Dazu testet der FDM-Therapeut zusätzlich zu den subjektiven Beschwerdebeschreibungen Bewegungen für die betroffene Region und schaut, ob Beschwerden auftreten oder die Beweglichkeit oder das Feingefühl seitenunterschiedlich, bzw. eingeschränkt ist. Neben dem was der FDM- Behandler von außen sieht, ist für ihn die Wahrnehmung des Patienten wichtig. Zusätzlich werden Alltagsbewegungen oder vom Patienten angegebene schmerzhafte, bzw. eingeschränkte Bewegungen gestestet.
Als Beispiel: Viele Patienten mit Rückenschmerzen geben an, dass sie Schmerzen beim Umdrehen im Bett, beim Schuhe anziehen oder beim Aufstehen nach langem Sitzen haben – also werden diese Bewegungen vor und nach der Behandlung getestet. Es gibt im FaszienDistorsionsModell (FDM) genaue Unterscheidungen von Qualitäten von Schmerzen wie brennend, ziehend, dumpf, großflächig, punktuell oder stechend. Daneben wird noch unterschieden, ob es sich um Steifheit, Instabilität oder Schwäche handelt. Dies alles sind wertvolle Hinweise für den FDM-Therapeuten zum Wählen der adäquaten und effektiven Behandlung.
Behandelt wird direkt durch die Hände des FDM- Therapeuten an den Regionen, wo Beschwerden auftreten. Sollten die Beschwerdezonen einfach selbst zu behandeln sein, gibt es Anweisungen für zu hause. An Bewegung gibt es keine Verbote, die Patienten sollen wieder alle Bewegungen wie vor dem Auftreten der Problematik machen – auch um den Behandlungserfolg zu überprüfen und, falls notwendig, bei einem nächsten Termin genau Art und Lokalisation der Beschwerden anzugeben.

Der Patient ist nach dem FaszienDistorsionsModell der Experte für seinen Körper- dies nutzt der FDM Therapeut zum Auffinden der adäquaten spezifischen FDM Behandlung. Ein FDM Therapeut tut somit nichts, was der Patient ihm nicht vermittelt hätte. Es entsteht mit der Behandlung nach dem Fasziendistorsionsmodell ein Dialog, der zu einer Lösung führt – bei der der Patient nicht rein passiv, unwissend oder untergeordnet ist. Er nimmt aktiv an der Behandlung teil, wird ernst genommen und kann seiner Eigenwahrnehmung vertrauen, bzw. kann sie im Fasziendistorsionsmodell zu einem befriedigenden Ergebnis führen. Das bedeutet, dass eine FDM- Behandlung nicht abstrakt ist, sondern direkt aus der Diagnose resultiert, bzw die Diagnose im FDM wieder zu einer handlungsorientierten Arbeitshypothese wird. Das unterscheidet das FaszienDistorsionsModell grundsätzlich von Ansätzen wie der Orthopädie oder der Osteopathie. Es gilt im Fasziendistorsionsmodell ausschliesslich das "Richtig" des Patienten, nicht das des Behandlers oder übergeordneter Kräfte (z.B. Selbstheilungskräfte).

Im Gegensatz zu anderen Behandlungsmodellen werden im FDM nicht nur Bewegungseinschränkungen oder "Blockaden" behandelt, sondern es wird spezifisch in sechs unterschiedliche Fasziendistorsionen unterschieden, die sich durch Schwäche, Bewegungseinschränkung, Instabilität, Sensationen (Ameisenlaufen, Kribbeln, Schwellungsgefühl, etc) und natürlich Schmerz ausdrücken können.

Was ist das Besondere an dem Fasziendistorsionsmodell (FDM) nach Typaldos ? 

Patienten benötigen zur adäquaten Behandlung ihrer Beschwerden, dass ihren Aussagen und Beschreibungen wirklich Aufmerksamkeit geschenkt wird. In dem Fasziendistorsionsmodell (FDM) nach Typaldos resultieren daraus anschliessend spezifische manuelle Handgriffe oder andere Interventionen.

Das Fasziendistorsionsmodell nach Typaldos bietet vielen Menschen eine Alternative zur herkömmlichen medizinischen Praxis: Durch die Berührung mit den Händen, die gründliche Analyse der Beschwerden (Lokalisation, Auftreten und Qualität) und die genauen Terminabsprachen (ohne lange Wartezeiten), schafft das FDM nach Typaldos die Möglichkeit, eine spezifische und individuelle Behandlung der Beschwerden in die Wege zu leiten.

Diese Bedingungen ermöglichen eine enge Kommunikation zwischen Behandler und Behandelten- ein solches vertrauensvolles und aufmerksames Verhältnis ist eine notwendige Basis, um dem Handlungsauftrag eines Patienten in der Behandlung seiner Beschwerden nachzukommen.

Was das Faszien-Distorsions- Modell behandeln kann ?

Das FDM nach Typaldos ist eine spezifische Behandlungsform und Schmerztherapie von akuten und chronischen Leiden von vielen Problemen des Bewegungsapparates wie Schiefhals, Kreuzschmerzen, Rückenschmerzen, Sportverletzungen, Nackenverspannungen, Schultersteife, Fersensporn, Tennisarm, Golferellenbogen, Schleudertrauma, bestimmten Operationsfolgen, Karpaltunnelsyndrom/Karpaltunnelähnlichem Syndrom und anderen Beschwerden.

Mögliche Indikationen für eine Fasziendistorsionsmodell- Behandlung nach Typaldos stellen aus Sicht der Orthopathischen Medizin nicht nur Schmerzzustände dar, sondern auch bizarr anmutende Beschwerdebilder wie nur nächtlich auftretende Beschwerden, Ameisenlaufen, Kribbeln, Überempfindlichkeit, Schwellungsgefühl oder ständig wechselnde Beschwerden, Einschlafen der Hände, chronisch kalte Füsse, Atemprobleme, Kopfschmerzen oder Kiefergelenksschmerzen.

Akute Infektionen, Tumorerkrankungen, schwere Unfallfolgen und massive psychische oder metabolische Erkrankungen können im Einzelfall begleitend und ausschliesslich in Absprache mit dem behandelnden Mediziner der jeweiligen konventionellen Therapie orthopathisch nach Typaldos behandelt werden.


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